Lisa Bassenge: Wolke 8

Cover von »Wolke 8« Ich mag ja Lisa Bassenge. Und zwar seit »dem Tag, den Du magst«, dass sich bereits vor sechs Jahren in meinen Gehörgang grub.
Auch live hat sie mir mit ihrem Trio ihrer Band schon Trommelfell und Gedankengänge massiert.

Vor rund sechs Wochen erschien ihr neues Album: Wolke 8. Eine Wolke aus Chansons, Jazz und Swing-Punk. Oder soetwas ähnlichem. Genauer geht's nicht, dieses Album würde an seinen Kanten aus jeder Schublade herausragen.

»Lass die Schweinehunde heulen« – liegt gerade als MP4-Video auf Lisas Webseite – läuft mit soviel Vollgas ins Leben, dass der (Apfelbaum-)Blues vorhersehbar erscheint.

So lässt man sich von Lisa durch Lebenshoch- und Tiefgefühle schicken, abwechselnd träumend oder mit dem Fuß wippend.
Ich musste ein, zweimal durchhören, die Texte bewußt entdecken; sie sind tief und schön. Möglicherweise durch die glückliche Feder des Co-Autors Thomas Melle (kürzlich von der FAZ zu einem aufregendsten deutschen Schriftsteller unter 40 gewählt).

»Dernier Crie« und »Dummes Herz« skippe ich gerne, dafür koste ich dann »Könnten Bienen fliegen« und natürlich »Ein Tag, den Du magst« – das wunderbarer Weise hier erneut drauf ist – voll aus.

Aber, wie gesagt: ich mag ja Lisa Bassenge.