Lesestoffvernichter

Möglicherweise habe ich es einfach nur zu spät gemerkt und ihr wisst es alle schon lange. Aber der Amazon Kindle ist ein geniales Gerät. Zum Lesen. Nur zum Lesen. Aber dafür sowas von!
Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten Jahren soviel Lesestoff durchgepflügt zu haben, wie in den letzten vier Wochen. So lange habe ich meinen Kindle 4 (ohne Touch) jetzt.
Vorher habe ich auch viel gelesen: iBooks auf dem iPad oder iPhone, Online-Texte und PDFs am Desktop oder Notebook. Aber keins der Geräte ist so ablenkungsfrei, wie der Kindle. Hier kommt keine Mail, kein Tweet, kein Anruf, kein Wasauchimmer dazwischen. Nichtmal die Uhrzeit sieht man, während man liest! Zudem ist das E-Ink-Display ein Augenschmeichler und sorgt nebenbei auch für Frieden im Schlafzimmer (»Mach mal das Flutlicht aus!«). An dieser Stelle erlaube ich mir einen Griff in die Mottenkiste dieses Weblogs und einen Vergleich mit der Simplizität und reduzierten Konvergenz des seinerzeit erfolgreichen iPods.1

Auch nett, und unbedingt erwähnenswert: der Kindle macht einen schlanken Fuß Koffer. Neben sämtlichen Büchern – ich tendiere bisweilen zum Parallellesen – stecken in dem kleinen Teil auch meine Später-Lesen-Internet-Funde von Instapaper und die aktuelle Tageszeitung.
Nicht toll lesen lassen sich PDF-Dateien, das ist auf dem kleinen Display recht unpraktisch.
Und natürlich ist das gesamte Geschäftsmodell für E-Books in Deutschland (noch?) ziemlich kaputt. Aber wer gerne mehr Lesen möchte, der sollte sich noch schnell den Kindle auf den Wunschzettel schreiben. Dabei ist der einfache 99-€-Kindle gerade eine gute Wahl, meint Marco Arment.

Achso: der Kindle ist ist zum Lesen. Wer natürlich Surfen, Chatten, Youtuben, Fotos gucken und twittern will, sollte sich ein Tablet angucken. Keinen E-Book-Reader. Nur um Mißverständnisse zu vermeiden 😉

  1. der hier ursprünglich mal verlinkte Artikel hat diverse Entrümpelungsaktionen nicht überlebt.