Archiv aus der Kategorie twitter


15
Jan 10

UK: 3G Netzabdeckungskarte per Twitter

Schöne Umsetzung von mobilem Croudsourcing: twitternde iPhone-Anwender im United Kingdom können auf der iPhone 3G Signal Map eintragen, wieviele »Balken« sie haben. Gemeldet wird per Hashtag #iPhone3GTest nebst Provider, Postleitzahl oder Koordinaten. Die Geotagging API von Twitter wird scheinbar (noch) nicht unterstützt.
Dafür, dass unter den 140 ersten Twitter Usern laut Guardian mindest ein Brite war, finde ich die Karte bisher aber eher spärlich befüllt …


5
Sep 09

brand eins über Twitter

»Kommunikationsexpertin« Sabria David (@metablum) erkundet Twitter im Selbstversuch, schreibt einen schönen Erklärbär-Artikel in der aktuellen brand eins und stellt ihn schließlich auf Drängen des Twitterversums vorzeitig im Volltext online:

Bei einer Konferenz im vergangenen Jahr hatte ich meine erste Begegnung mit Twitter und merkte: Es macht denen, die es tun, Spaß. Und sie können es mir nicht erklären.

Ein wenig später dann:

Die mögliche Summe an klugen Diskursen ist ebenso groß wie die an Belanglosigkeiten. Das liegt daran, dass Informationen nicht per se wertvoll oder wertlos sind. Es kommt immer darauf an, auf wen sie treffen.

Sehr nett. Hier weiterlesen.

brand eins haben übrigens gerelauncht. Oder besser: geremaked. Sehr dezent, der alten schlichten Linie treu geblieben. Für mich neu und sehr lesenswert: Wie wir wurden was wir sind. Spannend.


25
Aug 09

Die Evolution des #

#

Das # heißt wohl Rautenzeichen. Vielleicht auch Doppelkreuz, Gatter, Hash, Nummernkreuz, oder Schweinegatter. Als das # noch klein war, war es wohl eine Ligatur für die Gewichtsangabe lb, der alten Maßeinheit für Pfund.

Als ich # das erste mal traf — das war noch in der Vor-Web-Zeit — da war es als Nummern-Zeichen tätig. #1 also für Nummer 1.
Dann kam die Webzeit. Und mit ihr irgendwann die Blogs. Und plötzlich traf ich # wieder: als Zeichen für Permalinks. Also eine URL, eine Adresse, die sich nicht ändert und immer auf den selben Artikel, das selbe Blogposting zeigt. # für Permanenz. Naja. besser: Persistenz. # selbst blieb aber nicht persistent. Ohne, dass ich davon etwas nenneswertes berichten könnte, tummelte sich # auch fröhlich in Perl, Maple, ColdFusion, IRC und machte das C richtig scharf.

Als dann Twitter kam, kannte man im Netz bereits sowas tolles, wie Tags. Tags sind Schlagworte. Aber Twitter kannte keine Schlagworte. Weil Tags aber ungemein praktisch sind, haben damals Chris, Nate und Stowe hashtag.org gebaut. So konnte man auch Tags in Tweets eingeben, #lustig zum Beispiel, um darauf hinzuweisen, dass der Leser des Tweets lachen soll. Dann konnte man bei hashtag.org nachgucken, welche anderen Tweets auch noch #lustig sind. Oder man konnte erfahren, an welchen Tagen es viel #regen gegeben hat.

Die Idee war so toll, dass # vor ungefähr einem Jahr bei Twitter eine Festanstellung bekam. Jetzt können Worte mit # davor direkt in den Tweets angeklickt werden. Und sie werden auch für die Trending Topics ausgewertet.

Vor einigen Tagen nun kehrte # mit diesen neuen Fähigkeiten zurück zu Blogs. Genauer zu Tumblr, meinem Lieblingstumble-Log-Anbieter. Dort werden Tags neuerdings auch per # gekennzeichnet. Nix Nummer, nix Permalink: Hashtag ist das neue #. (Beispiel gefällig? elbewerk.com)

Ich bin ja mal richtig gespannt, was noch aus dem # wird, wenn es erstmal erwachsen ist.


29
Nov 08

Elektrischer Reporter über Twitter & Co.


Die Phase II des Elektrischen Reporters eröffnet Mario Sixtus mit einem Film über Microblogging. Neben den heimlichen Twitter-Königinnen und Königen Deutschlands Katharina Borchert, Cem Basman und Nico Lumma (zumindest als Avatarbildchen zu sehen) kommt auch Biz Stone zu Wort, seines Zeichens Mitgründer von Twitter. Und zu Wort kommen bedeutet in diesem Fall erfrischenderweise ohne 140-Zeichen-Limit.

Der Film stellt einen guten Erklärungsansatz für Microblogging vor und macht klar, das es möglicher Weise dasselbe Potential wie E-Mail und Blogs besitzt – man sich also besser nicht mit überzogener Ablehnung den Mund verbrennen sollte. Diese Attitüde fasste Robert Lender von vor ein paar Tagen in zwei Tweets trefflich zusammen:

twitterregel1: twitter kann man nicht erklären, twitter muss man ausprobieren #
twitterregel2: twitter hat keinen sinn, außer man findet ihn selbst heraus. #

Übrigens könnte es sich durchaus lohnen, den Elektrischen Reporter als Podcast zu abonieren. Dann bekommt man wenigstens was für seine Gebühren.


22
Aug 08

Twitterrific mit identi.ca nutzen

Twitterrific von der IconFactory ist wahrscheinlich einer der beliebtesten Mac-Clients für Twitter. Aber halt nur für Twitter. Nach den ganzen Failwhale-Geschichten und der stark limitierten API von Twitter werden alternative Microblogging-Dienste jetzt offenbar immer interessanter.

identi.ca und Twitterrific sprechen miteinander

In aller Munde dieser Tage ist identi.ca: identi.ca setzt konsequent auf offene Standards: OpenID für das Login und Laconica OpenSource für das Backend. Außerdem Creative Commons Lizenzen für die Inhalte. Und es bringt eine eigene, sehr gefällige, Implementation für Hash-Tags mit.

Praktischerweise hat sich identi.ca dazu entschlossen, seine API genauso zu stricken, wie die von Twitter. Damit funktioniert – zumindest theoretisch – jedes Programm, dass mit Twitter sprechen kann, auch mit identi.ca.

Auch Twitterrific lässt sich mit einem kleinen Ausflug in das Terminal zum identi.ca-Client (Dentirrific?!) umbauen:

defaults write com.iconfactory.Twitterrific baseUrl "identi.ca/api"

Einige Befehle kommen mit der geänderten baseUrl etwas ins schleudern, aber im Großen und Ganzen funktioniert es. Wünschenswert wäre natürlich eine entsprechende Option, mit der sich auch ohne Terminalgeraschel gleich zu beiden Diensten sprechen lässt. Bei anderen Clients, beispielsweise Thwirl, ist das bereits heute Standard. Die iPhone-Version (iTunes-Link) von Twitterrific bietet immerhin eine Einstellungsmöglichkeit für die baseURL im GUI, auch hier sollte es mit identi.ca/api funktionieren.

Achso: zurück zu Twitter gelangt man mit dem gleichen Befehl, aber statt "identica./api" einfach "twitter.com" eingeben. Mich findet man derzeit übrigens auf beiden Plattformen unter meinem Nachnamen, man kann ja nie wissen.