Archiv aus der Kategorie netzkultur


21
Jan 10

Szenesprachenwiki vom Duden

Szenesprachenwiki vom Duden

Ich bin ja eher skeptisch, ob Wörter, wie entfolgen oder verretweetet, jemals in den Duden kommen. Aber darüber — und über weitere schöne Wörter, wie beispielsweise Bratwurstjournalismus — lässt sich im Szenesprachenwiki des DUDEN 1a abtexten.

Neben dem Unterhaltungswert dieses Wikis finde ich die Vorstellung faszinierend, dass die Urmutter der germanischen Wörterbücher hier scheinbar kollaborativ weiterentwickelt wird. Sozusagen eine Art Sprachdemokratie; möglicherweise aber auch eher Demokratur?!

Auch auf ein technisches Schmankerl des Wikis möchte ich noch hinweisen: eine nett gemachte HTML5-Seite zum Durchstöbern der szenigen Wörter. Aktueller Browser wird vorausgesetzt, Flash hingegen nicht.

(via Mareen Fischinger)


19
Nov 09

Wir sind die Generation der Wagemutigen …

… und Unkonzentrierten. Selten hat mich ein Werbefilm dermaßen persönlich angesprochen, wie der Kinoclip der neuen Welt Kompakt Kampagne:

Hier der transkribierte Text, der mich irgendwie an Apples Think Different erinnert:

Hey! Hört jemand zu?
Es hat ein paar Jahre gebraucht, aber jetzt, jetzt hat uns das Internet umzingelt … oder umzingeln wir gerade die Welt?
Beherrschen wir eigentlich noch das Medium – oder das Medium längst uns?
Und: die Gefühle, die wir online erleben … große Momente, wenn wir bei eBay gewinnen, oder uns der neue Flirt über Skype kontaktiert … und Kopfschütteln, wenn wir uns selbst dabei ertappen, wie wir zum dreißigsten Mal unsere Arbeit unterbrechen, um mal eben Spiegel Online aufzurufen …

Ich glaube, wir sind die Generation der Wagemutigen und Unkonzentrierten. Wir googeln uns selbst, den Ex und die neue Kollegin vom Tisch gegenüber. Wir haben online so viele Freunde, dass wir ein neues Wort für die echten brauchen.

Grinsen, Nicken, und die heimliche Frage, woher die schöne Stimme in dem Film das alles wissen kann. Die Kampagne hat übrigens Dorten verzapft.


5
Nov 09

The Cloud vs. Selbermachen

In Baumärkten, Werkzeugabteilungen oder Autozubehörgeschäften trifft man vorwiegend auf Männer. Wenig überraschend verlagerte sich diese Vorliebe des Selbermachens vom Heimwerker zum Heimcomputer. So war der beste Rechner natürlich der Selbstgeschraubte. Die beste Mail-Adresse endete auf @meinnachname.de und wurde von einem selbstcompilierten Postfix auf dem eigenen Rootserver angetrieben. @T-Onliner oder @Aoler waren Zielscheibe für Hohn und Spott. Cool war, wer’s selbst konnte.

Bild © Time Inc.

Das hat sich geändert. Ich weiß nicht, ob es an den Einladungs-Betas von Google Mail/Wave & Co liegt, oder am Lemmingeffekt: Plötzlich wurde es cool, einen Online-Dienst zu verwenden. User beginnen ihren Kram über Dienste abzuwickeln, die nicht auf dem eigenen Server laufen.
Anstelle stolz am selbstgebauten Vehikel zu schrauben, schickt man seine Inhalte lächelnd auf die Plattformen der Diensteanbieter und freut sich über APIs – falls man doch noch mal basteln möchte.

Fakt ist: diese Dienste funktionieren – entgegen eigener Destillate – ohne Konfigurationsaufwand, sie bieten meist höhere Benutzbarkeit und lassen sich oft mit Drittapplikationen, beispielsweise auf Smartphones, verwenden.
Warum also einen eigenen Jabber- oder Podcast-Server aufsetzen, wenn es gute Dienste im Netz gibt? Hat man wirklich die Zeit, eine Datei-Synchronisation über Internetfreigaben einzurichten, wenn es dafür Speicherplatz in der Cloud gibt? Oder Collaborationswerkzeuge für kleine Teams? Eine gute GTD-ToDo-Listen-Verwaltung?
Die Klippe: anders als bei einer selbstgestrickten Lösung gibt man den Cloud-Diensten seine Daten in die Hand.

Foto von Nationaal Archief

Es ist also eine Abwägung zwischen “Machen” und “Benutzen”.

Deshalb checke ich für mich folgende Kriterien, bevor ich einen Cloud-Dienst nutze:

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21
Aug 08

Microsoft: We’re not cool enough

Ruft man mit einem Mac die neue Photosynth-Webanwendung auf, äußert sich Microsoft mit einem überraschend ehrlichen Geständnis:

Not cool enough

Mehr über Photosynth bei heise.de.


30
Jun 04

Preisbloggen

Ich weiß nicht, wer es war. Ich weiß nicht, warum sie oder er es getan hat. Ich weiß nicht, ob ich überhaupt einen der Preise haben will. Fakt ist, das :elbewerk wurde nominiert. Beim Preisbloggen der Zeit. Und wenn man schon mal dabei ist, dann weht natürlich der Spirit of Competition über die Tastatur: Also: wenn Sie der Meinung sind, das :elbewerk hätte es verdient, dann geben Sie Ihre Nominierung in der Kategorie »Fachblog« ab. Danke.

Meine Nominierungen sind: Erzählen: wirres, Design: schubart und Fachblog: fscklog. Vielleicht ist ja ein Vorschlag für Sie dabei?


21
Apr 04

WLAN-Zellen statt Telefonzellen? [Update]

WLAN-Zellen-BedienungsanleitungWarchalker (?) Felix Schwenzel hat’s gemerkt: an einer Berliner Telefonzelle gibt’s nen WLAN-Hotspot. Gesurft wird nach Münzeinwurf. Kostenlos surft für 5 Minuten, wer sich die Hilfeseiten anschaut.Gleichzeitig wirbt die T-Com mit ihrem Hotspot-Programm. Für 9,99 € im Monat die T-Com Hotspots mit »bis zu 54 MBit/s« 3 Stunden lang nutzen. Bis Oktober sogar ohne Zeitbegrenzung, dann kostet die Minute 8 Cent extra. Ob und wie das zusammengehört, ist noch völlig unklar.Wer näheres weiß, ist gebeten bei Wirres.net oder vowe.net zu kommentieren.
Update: Felix Schwenzel kann man nicht Warchalker nennen. Er schreibt: beim kaffee-trinken endeckt, dann auf meine site geposted. nix mit krieg, nix mit kreide. Nun denn, weiterhin fröhliches coffeechalking. Oder so.


1
Apr 04

Spraywerk

Spraywerk

Selbst straffrei gesprayt mit LetterJames.