Archiv aus der Kategorie nachdenklich


4
Mrz 10

Work is a rubber ball

Imagine life as a game in which you are juggling some five balls in the air. You name them – Work, Family, Health, Friends and Spirit and you’re keeping all of these in the Air.
You will soon understand that work is a rubber ball. If you drop it, it will bounce back. But the other four Balls – Family, Health, Friends and Spirit – are made of glass. If you drop one of these; they will be irrevocably scuffed, marked, nicked, damaged or even shattered. They will never be the same.
You must understand that and strive for it.

— Bryan Dyson; CEO Coca Cola (via)


22
Feb 10

Steuer gegen Armut

Möglicherweise ist es doch … eine ganz gute Idee?

Mehr auf steuergegenarmut.de (via Jens)


17
Jan 10

Hilf Haiti.

Bild: Big Picture Boston.com

Das Internet bringt Bilder und Informationen aus Haiti in aller Härte auf unsere Schirme. Dabei lässt sich nur erahnen, wie krass es dort ist.
Aber auch helfen kann man – über das Web. Eine Spende ist das Mindeste, was ich hier tun kann: Übersicht von Spendenkonten.

Weitere Möglichkeiten: iTunes, NAK-Karitativ oder die Hansestadt Lüneburg.


24
Nov 09

Fragen zum Klimawandel

Laut der »Copenhagen Diagnosis« ist alles doch schlimmer als bisher angenommen, schreibt SPON. Die Messwerte der letzten 3 Jahren liegen weit über den Prognosen. Der Meeresspiegel soll in den letzten 15 Jahren bereits um 5cm angestiegen sein. Ist diese Studie glaubhaft? Oder stecken politische, vielleicht gar wirtschaftliche Interessen dahinter?

Da ich weder Klimaforscher noch Wahrsager bin, kann ich das nicht beurteilen.
Aber Fragen habe ich.

Buswrack auf Zypern, 2002

Was ist, wenn diese Studie exakt ist und ihre Prognosen eintreffen? Hätte die westliche Industriegesellschaft dann für diesen Planeten mehr Schaden, als Fortschritt erzielt? Wer hätte unter diesem Schaden zu leiden? Vielleicht Schwellenländer, denen Fortschritt in Form von beispielsweise Kohlekraftwerken oder automobilem Straßenverkehr kaum zugebilligt werden kann? Heizt sich möglicherweise — neben den Temperaturen — auch das soziale Klima auf?
Fragen mich meine Enkelkinder irgendwann, warum ich da einfach tatenlos zugeguckt habe? Warum ich nichts dagegen getan habe?
Und antworte ich dann »Da haben doch alle mit gemacht. Wer da nicht mitgemacht hat, der hätte gar keine Chance gehabt! Da konnte man nicht einfach aussteigen!«?

Diese Antworten kämen mir furchtbar bekannt vor. Sie klingen nach meinen Großeltern, wenn ich Sie fragte, warum sie nach 33 nichts dagegen unternommen haben.


19
Nov 09

Wir sind die Generation der Wagemutigen …

… und Unkonzentrierten. Selten hat mich ein Werbefilm dermaßen persönlich angesprochen, wie der Kinoclip der neuen Welt Kompakt Kampagne:

Hier der transkribierte Text, der mich irgendwie an Apples Think Different erinnert:

Hey! Hört jemand zu?
Es hat ein paar Jahre gebraucht, aber jetzt, jetzt hat uns das Internet umzingelt … oder umzingeln wir gerade die Welt?
Beherrschen wir eigentlich noch das Medium – oder das Medium längst uns?
Und: die Gefühle, die wir online erleben … große Momente, wenn wir bei eBay gewinnen, oder uns der neue Flirt über Skype kontaktiert … und Kopfschütteln, wenn wir uns selbst dabei ertappen, wie wir zum dreißigsten Mal unsere Arbeit unterbrechen, um mal eben Spiegel Online aufzurufen …

Ich glaube, wir sind die Generation der Wagemutigen und Unkonzentrierten. Wir googeln uns selbst, den Ex und die neue Kollegin vom Tisch gegenüber. Wir haben online so viele Freunde, dass wir ein neues Wort für die echten brauchen.

Grinsen, Nicken, und die heimliche Frage, woher die schöne Stimme in dem Film das alles wissen kann. Die Kampagne hat übrigens Dorten verzapft.


9
Nov 09

Wind of Change

9. November 1989 – Kaum zu glauben, dass das schon 20 Jahre her ist. Dieser Song von den Scorpions ist für mich untrennbar mit den Erinnerungen an diese Zeit verbunden.
Schön, dass die Grenze fiel, sonst hätte ich meine Liebste nicht sieben Jahre später kennen lernen können :)


6
Okt 09

Denkfragment XVIII

Fear less, hope more
eat less, chew more
whine less, breathe more
talk less, say more
love more and all good things will be yours.

Schwedisches Sprichwort (via)


1
Aug 09

Denkfragment XVII

Die Wirklichkeit ist möglicherweise kein schöner Ort — aber der einzige, an dem man ein ordentliches Steak bekommt.

(frei nach Woody Allen)


21
Jul 09

Das explodierende Internet

090721_exploding_internet

By 2012, Asian web surfers, including about 490 million Chinese, will outnumber North Americans by 3 to 1 and Indians will become the third-largest group online. Tomorrow’s web will be dominated by a mixture of the English, Mandarin, Hindi, Portuguese and Russian languages.

Interessant und faszinierend zugleich. Sieht so aus, als ob man Mandarin und Hindi lernen sollte, um »The next Twitter« verstehen zu können.
(Quelle unbekannt, via http://delicious.com/popular/)


11
Jun 09

Was tut eigentlich eine Behörde?

So an der Schnittstelle von Bürokratie und Informationsgesellschaft begegnen einem manchmal interessante Tatsachen. Heute mal etwas aus dem Thema »sprachliche Realitäten«.
In der deutschen Sprache, also quasi im Erfindungsland der Bürokratie (ja – ich weiß, das ist jetzt ein wenig unscharf) gibt es schlichtweg kein Wort, das die Tätigkeit einer öffentlichen Verwaltung beschreibt. Konkreter: es gibt keinen treffenden Begriff für den bürger- oder unternehmensbezogenen Output einer Verwaltungseinheit. Ausser verwalten, versteht sich.

Verwaltung erscheint – rein sprachlich betrachtet – als etwas Übergeordnetes, dass sich aus einer paragraphensicheren Machthöhe herabbeugt, um hoheitlich tätig zu werden. Sie erteilt dann Genehmigungen, Zulassungsurkunden, Untersagungen oder verhängt ein Bußgeld. Doch wie kann man dieses Handeln der Verwaltung bezeichnen?

Immer dann, wenn es darum geht, beispielsweise für Webseiten einen Begriff hierfür festzulegen, sieht man in den Gesichtern aller kreativen Wortfinder und Phrasenkreateure das blanke Entsetzen.

Handelt es sich um eine »Verwaltungs-Dienstleistung«? Vielleicht. Passt dann aber nur für eine Teilmenge des Verwaltungshandelns. Wer empfindet das Blitzer-Foto schon als Dienstleistung? Eher ein Dienst an der Allgemeinheit, um Gefahren durch zu schnelles Fahren zu verhindern.

Also einfach nur »Dienst«? Verwaltungs-Dienst klingt dann aber doch mehr nach soetwas wie Notdienst. Oder Seuchen-Dienst.

Könnte es dann ein »Service« sein? Mal ehrlich. Service? Zwei Stunden in der Zulassungsstelle rumzusitzen für einen Stempel? Oder eine Steuererklärung machen zu müssen? Das ist nicht mal schlechter Service, das ist einfach keiner. Zumindest nicht pauschal.

Bleiben wir doch mal bei Leistung. Das ist doch schön neutral und könnte ein Ausweg aus der linguistischen Misere sein. Aber hier wird die Luft auch schnell dünn: da gibt es nämlich mitteilungspflichtige Tatbestände, zum Beispiel im Gewerbebereich. Anzeigepflicht kennt man auch in anderen Rechtsbereichen. Die Leistung der Verwaltung besteht in diesem Fall darin, diese Mitteilung anzunehmen. Respekt! Aber Leistung?

Zuguterletzt ein Vorschlag, der heute gemacht wurde: Formalität. Passt irgendwie. Fühlt sich auch so an, wie das, was die Verwaltung macht. Aber darf man diesen Begriff als moderne Verwaltung überhaupt noch verwenden? Eher nicht.

Aus meiner Sicht bleibt diese Frage offen.

Ich postuliere somit vorsorglich mal für alle künftigen Wortfindungs-Diskussionsrunden das Theorem:

Sprachlich gesehen hat öffentliche Verwaltung sich bisher nicht als etwas Tätiges manifestiert.

Wie gesagt: ich beschränke mich in dieser Feststellung mal auf den sprachlichen Blickwinkel. :-)