Archiv aus der Kategorie mac


29
Jan 10

Meine 2ct zum iPad

Und dann war da noch das iPad. Einige fragten, was ich davon halte. Deshalb schreibe ich es hier hin. Meine Einschätzung beruht auf der Keynote sowie den Webseiten. Vielleicht sehe ich es anders, wenn ich eins in der Hand hatte. Was also sollte ich mit einem iPad anstellen?
Apple iPad (Foto © Apple)

  • Zum Musikhören über Kopfhörer finde ich es zu groß, die integrierten Lautsprecher sind vermutlich nicht überragend. Ein Dock mit Audio-Ausgang und Fernbedienung zum Anschluss an große Boxen wäre schick, mir bisher aber nicht bekannt.
  • Um alleine einen Film zu gucken, reicht das Display. Aber warum ist es nicht 16:9?
  • Internet-Surfen, okay. Bestimmt klasse. Aber ohne Flash? Auf dem iPhone kann ich drauf verzichten, aber auf dem iPad?
  • Es ist auch ein digitaler Bilderrahmen. Toll. Für $499. Mit Fingerabdrücken drauf.
  • Spielen auf dem iPad überzeugt mich persönlich nicht.
  • Und noch weniger eBooks iBooks und Zeitungen: für jede Zeitung eine eigene App? Und zum Lesen ein Display leuchten lassen? Da finde ich das e-Ink-Display, beispielsweise vom Kindle (Affiliate-Link), lesefreundlicher und ökonomischer.
  • Kontakte, Kalender und Aufgaben habe ich lieber immer dabei, also auf meinem iPhone.
  • Zum richtigen Arbeiten fehlt dem iPad die nötige Software. Die angepasste iWork-Suite ist klasse, aber mit einem OpenOffice oder gar MS-Office kann man wohl nicht rechnen.

Ich sehe das iPad als elegantes Einkaufstablett für all das, womit Apple mittlerweile so seine Milliarden verdient: Musik, Filme, Apps und jetzt auch Bücher. Ohne, dass ich Apple Geld gebe, kriege ich — mit Ausnahme von Freeware-Apps — keine Inhalte auf das schicke Teil. Oder wie vowe so treffend schrieb:

Apple is selling you a lamp. You will have to get the oil from Apple just as well.

Kann der $499-Preis in diesem Zusammenhang eigentlich als subventioniert angesehen werden?

Aber die iTunes-Gefängnistür ist ja bereits vor Jahren hinter mir ins Schloss gefallen und ich habe fröhlich Inhalte gekauft, die ohnehin nur auf Äpfeln funktionieren. Und da es laut Steve Jobs 125 Millionen anderen Menschen genauso geht, wie mir, wird sich das iPad trotzdem verkaufen wie geschnitten Brot. Jeder wird eins haben wollen. Ich auch?!

Das derzeit geteilte Presse-Echo spielt hierbei keine Rolle, das war nach der Präsentation von iPod und iPhone nicht anders.

Aber eigentlich wünsche ich mir für mich einen richtigen Computer als Tablet. So mit OS X. Und ohne AppStore-Zwang. Ein wenig Hoffnung macht mir in dieser Hinsicht Gernot: vielleicht steckt im iPad ja noch mehr, als Apple am Mittwoch verraten hat?!


21
Okt 09

Apples Mouse Nummer 5: Magic

Apple Magic Mouse, Image © by Apple

Ein Blick auf die Entwicklung von Apples Mäusen in den letzten 26 Jahren offenbart, dass die neue Magic Mouse eigentlich erst das fünfte Mausmodell des Mac-Herstellers ist. Zumindest, wenn man als Unterscheidungsmerkmal die Gehäuseform zugrunde legt:

Apple Mouse History

Über all die Jahre bleibt Apple seinem One-Button-Paradigma treu: keins der Geräte hatte mehr als eine Hardware-Taste (mit Ausnahme des ständig verstopfenden Trackballs der Might Mouse). Erst die Mighty Mouse vor 4 Jahren ermöglichte unterschiedliche Tasten-Funktionen durch Berührungssensoren. Das Ganze war derartig simuliert, dass in das Gerät sogar Audio-Feedback eingebaut wurde.

Die Magic Mouse kommt ebenfalls nur mit einem Knopf. Oder besser: die Maus ist eine einzige Taste — wie auch bereits die Pro- und Mighty-Mäuse. Statt Knöpfe zu drücken, soll man mit Gesten steuern. Bemerkenswert: Mac only. Apple nennt als Systemvoraussetzungen einen Bluetooth-fähigen Mac mit mindestens Mac OS X 10.5.8.

Rein optisch setzt die Magic Mouse für mich Maßstäbe. Wie sie sich haptisch und funktionell schlägt, bleibt abzuwarten. Bisher zählten Apples Mäuse ja nicht gerade zu den beliebtesten Eingabegeräten …


24
Jul 09

MacBook Pro stellt auf Sparbirne um

Zugegebenermaßen bin ich bei der ganzen Diskussion über das Verbot der konventionellen Sparbirnen in der EU ein wenig skeptisch. Wer sich dazu noch schlaulesen möchte, dem sei dieser Artikel aus der brand eins 7/2009 empfohlen.

090722_syspref_bulb

Mit irgendeinem der letzten OS-X-Updates folgt Apple dem Glühbirnenverbot scheinbar auch grafisch und tauschte die alte Glühbirne der »Energie sparen«-Einstellungen gegen eine Sparspindel. (Vorher-Nachher-Bild)

Auf meinem MacBook Pro (Late 2006) zeigt sich das neue Icon allerdings erst jetzt. Grund ist vermutlich ein frischer Akku nebst PRAM- und SMC-Reset.


12
Jul 09

Google verchromt Netbooks

090712_chromeAn dieser Nachricht kam man in der letzten Woche eigentlich nicht vorbei: Google hat ein eigenes Betriebssystem angekündigt: das Chrome OS. Selbst in einer regionalen Tageszeitung, wie der hiesigen Landeszeitung schaffte es dieses Thema auf die Titelseite.

Überraschend und interessant finden das die einen, Bedrohung und Indiz für Googles imperalistischen Datenkrakenpläne wähnen die anderen dahinter.

Meine 2ct zu dem Thema zielen auf zwei Details dieser Angkündigung: den offensichtlichen Fokus auf Netbooks sowie die Rolle von Apple und Microsoft an dieser Stelle. Und auf die Frage: brauchen Netbooks ein neues OS? weiter →


21
Nov 08

Schreibtisch-Chaos verstecken: Camouflage

Dein penibel vorbereiteter Auftritt bei einer Software-Schulung oder einer Präsentation und da passiert es: in einem unbedachten Moment wird der Desktop sichtbar und Du bist als Icon-Messie entlarvt: bis in alle Ecken tummeln sich Downloads, Screenshots und »mal eben hier« abgelegte Dateien.

Diese Peinlichkeit verhindert die kleine Donationware Camouflage: sie blendet alle Desktop-Inhalte und Laufwerks-Icons einfach aus, so dass nur das Hintergrundbild sichtbar bleibt. Und das ganze sogar Exposé-sicher.


18
Nov 08

Singende Pappbecher

Dmitry Zaggas ironische Anspielung auf Fetischismus und Ikonografie der Design-Blogosphäre. (via Leo)


29
Okt 08

Unwichtiges am Mac ausblenden

Einfach mal den Fokus auf die wichtigen Sachen legen und alles ausblenden, was gerade keine Rolle spielt. Ablenkungsfreies Arbeiten ist an einem Computer gar nicht so einfach: irgendetwas kämpft immer um die Aufmerksamkeit des Users. Hat man bereits Instant Messaging, E-Mail, Twitter und Co. schlafen geschickt, um an dem wichtigen Dokument zu arbeiten, meldet sich genau in dem Moment das Backup-Tool oder das Betriebssystem mit neuen Updates.

Schön, wenn man solche Störungen einfach ausblenden kann – beispielsweise mit diesen drei kostenlosen Programmen für Mac OS X: Isolator, Think und Doodim. Vom Prinzip erledigen alle drei den selben Job: alles abdunkeln, was man nicht gerade im Vordergrund haben möchte. weiter →


9
Okt 08

Rechner-Widget im iPhone-Style


Im iPhone OS 2.x hat sich der Taschenrechner von seinen runden Tasten verabschiedet und einen wissenschaftlichen Modus erhalten. Dieser wird aktiviert, wenn man das Telefon quer hält.
Das funktioniert zwar nicht mit dem Dashboard-Widget von Matt Ball – dafür bringt es das Design vom iPhone ins Dashboard. Außerdem bietet der Rechner von Matt eine äußerst nützliche ±-Taste, welche dem orangen Standardrechner leider fehlt.


22
Aug 08

Twitterrific mit identi.ca nutzen

Twitterrific von der IconFactory ist wahrscheinlich einer der beliebtesten Mac-Clients für Twitter. Aber halt nur für Twitter. Nach den ganzen Failwhale-Geschichten und der stark limitierten API von Twitter werden alternative Microblogging-Dienste jetzt offenbar immer interessanter.

identi.ca und Twitterrific sprechen miteinander

In aller Munde dieser Tage ist identi.ca: identi.ca setzt konsequent auf offene Standards: OpenID für das Login und Laconica OpenSource für das Backend. Außerdem Creative Commons Lizenzen für die Inhalte. Und es bringt eine eigene, sehr gefällige, Implementation für Hash-Tags mit.

Praktischerweise hat sich identi.ca dazu entschlossen, seine API genauso zu stricken, wie die von Twitter. Damit funktioniert – zumindest theoretisch – jedes Programm, dass mit Twitter sprechen kann, auch mit identi.ca.

Auch Twitterrific lässt sich mit einem kleinen Ausflug in das Terminal zum identi.ca-Client (Dentirrific?!) umbauen:

defaults write com.iconfactory.Twitterrific baseUrl "identi.ca/api"

Einige Befehle kommen mit der geänderten baseUrl etwas ins schleudern, aber im Großen und Ganzen funktioniert es. Wünschenswert wäre natürlich eine entsprechende Option, mit der sich auch ohne Terminalgeraschel gleich zu beiden Diensten sprechen lässt. Bei anderen Clients, beispielsweise Thwirl, ist das bereits heute Standard. Die iPhone-Version (iTunes-Link) von Twitterrific bietet immerhin eine Einstellungsmöglichkeit für die baseURL im GUI, auch hier sollte es mit identi.ca/api funktionieren.

Achso: zurück zu Twitter gelangt man mit dem gleichen Befehl, aber statt "identica./api" einfach "twitter.com" eingeben. Mich findet man derzeit übrigens auf beiden Plattformen unter meinem Nachnamen, man kann ja nie wissen.


20
Aug 08

Mindmapping am Mac

Mindmapping zählt zu den populärsten Kreativtechnik; es lässt sich fast alles damit planen, dokumentieren oder durchdenken.
Gegenüber einer handgemalten »Gedankenkarte« (hier ein paar schöne Exemplare ) haben am Computer erstellte Mindmaps den Vorteil, dass sie sich flexibel erweitern und verändern lassen und dabei besser lesbar bleiben.

Mindmapping am Mac

Möglich wird dank Rechner auch Zusammenarbeit per Mail oder Bildschirmfreigabe – der Papierversion ist die physikalische Präsenz der Mitzeichnenden immanent. Eine sehr gute Option für das kollaborative Mindmappen über das Netz ist übrigens Mindmeister.com – komplett im Browser mit Skype-Unterstützung, Import und Export, Dashboard-Widget, etc. Mehr zu Mindmeister im Testbericht von imgriff.com. Hier geht es jetzt aber weiter mit Desktop-Programme zum Mindmappen für den Mac, von denen ich heute drei vorstellen möchte: MyBrain, FreeMind und MindNode.
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