Laut der »Copenhagen Diagnosis« ist alles doch schlimmer als bisher angenommen, schreibt SPON. Die Messwerte der letzten 3 Jahren liegen weit über den Prognosen. Der Meeresspiegel soll in den letzten 15 Jahren bereits um 5cm angestiegen sein. Ist diese Studie glaubhaft? Oder stecken politische, vielleicht gar wirtschaftliche Interessen dahinter?
Da ich weder Klimaforscher noch Wahrsager bin, kann ich das nicht beurteilen.
Aber Fragen habe ich.

Was ist, wenn diese Studie exakt ist und ihre Prognosen eintreffen? Hätte die westliche Industriegesellschaft dann für diesen Planeten mehr Schaden, als Fortschritt erzielt? Wer hätte unter diesem Schaden zu leiden? Vielleicht Schwellenländer, denen Fortschritt in Form von beispielsweise Kohlekraftwerken oder automobilem Straßenverkehr kaum zugebilligt werden kann? Heizt sich möglicherweise — neben den Temperaturen — auch das soziale Klima auf?
Fragen mich meine Enkelkinder irgendwann, warum ich da einfach tatenlos zugeguckt habe? Warum ich nichts dagegen getan habe?
Und antworte ich dann »Da haben doch alle mit gemacht. Wer da nicht mitgemacht hat, der hätte gar keine Chance gehabt! Da konnte man nicht einfach aussteigen!«?
Diese Antworten kämen mir furchtbar bekannt vor. Sie klingen nach meinen Großeltern, wenn ich Sie fragte, warum sie nach 33 nichts dagegen unternommen haben.