Archiv aus der Kategorie google


12
Jul 09

Google verchromt Netbooks

090712_chromeAn dieser Nachricht kam man in der letzten Woche eigentlich nicht vorbei: Google hat ein eigenes Betriebssystem angekündigt: das Chrome OS. Selbst in einer regionalen Tageszeitung, wie der hiesigen Landeszeitung schaffte es dieses Thema auf die Titelseite.

Überraschend und interessant finden das die einen, Bedrohung und Indiz für Googles imperalistischen Datenkrakenpläne wähnen die anderen dahinter.

Meine 2ct zu dem Thema zielen auf zwei Details dieser Angkündigung: den offensichtlichen Fokus auf Netbooks sowie die Rolle von Apple und Microsoft an dieser Stelle. Und auf die Frage: brauchen Netbooks ein neues OS? weiter →


23
Nov 08

Ein PetaByte sortieren: 6:20h

Monumentale Einblicke in die Datenschiebereien des Google Filesystems: um 1 PetaByte (bestehend aus 10 Billionen 100-Byte Dateien) zu sortieren, braucht Google sechs Stunden und zwanzig Minuten – dank der hauseigenen Technologie MapReduce.

Das Petabyte ist dabei auf 4.000 Computer verteilt. Und auf 48.000 Festplatten. Bei jedem Sortiervorgang gibt eine Festplatte den Geist auf. Um daduch keinen Datenverlust zu erleiden, wird das PetaByte gleich dreifach geschrieben. (via Official Google Blog)


24
Okt 08

Gmail for Mobile will 2.0 sein

Darf sich soetwas 2.0 nennen? Googles Mail Client für J2ME-fähige Mobiltelefone und BlackBerrys kommt aktualisiert mit einer Zwonull daher. Viel Neues gibt es an dem kleinen Progrämmchen (OTA-Download 265 KBytes) aber nicht zu entdecken. Anlagen an Mails lassen sich weiterhin weder erstellen geschweige denn von empfangenen Nachrichten lösen. Dafür funktioniert das Verfassen von Nachrichten jetzt auch rudimentär offline und man darf mehr als einen (!) Entwurf mobil speichern. Nun ja …

Gemessen an dem Google Maps Mobile Client (der seit über einem Jahr auch nativ auf Symbian läuft) wirkt Gmail for Mobile noch nicht fertig und bringt – von der Offline-Funktion abgesehen – kaum mehr Möglichkeiten, als das Webinterface für mobile Browser.


12
Feb 08

1GB GMail voll.

Googles Mail-Dienst nutze ich jetzt seit knapp vier Jahren. Damals lockte Google mit einem ganzen Gigabyte Speicherplatz und der Idee, keine Mails zu löschen, sondern alles zu archivieren.
Das Gigabyte hätte ich jetzt mit 6.386 Mails geschafft – aber damit nur 15% der Speicherkapazität ausgenutzt, die Google bei mir in den letzen Jahren freundlicherweise wachsen ließ.

1 GB in meiner Gmail-Box

Ehrlich gesagt, hätte ich nicht gedacht, diesen Dienst so lange und so intensiv zu nutzen.
Aber an diese Features habe ich mich so gewöhnt, dass ich sie nicht mehr missen möchte:

Wer nutzt noch überwiegend Gmail und welches sind Eure Killer-Features?


9
Jan 06

Google Talk bald mit Buddy Icons?

Glaubt man den (unscharfen) Screenshots und dem kurzen Bericht auf orrentdesign.com, dann wird Googles Chat-Client Google Talk in der nächsten Version Buddy Icons und AIM-Interaktion bringen.

Google Talks erste Beta entfaltet aus nicht mal einem Megabyte Downloadgröße bereits ein smartes Look-and-Feel für IM und VoIP. Mit den erwarteten Funktionserweiterungen, insbesondere der AIM (.mac)-Anbindung, hätte es das Zeug zu einem iChat-Ersatz für Windows-User. Ähnlich Googles einstigem Adoptivkind Picasa: gern genommen als iPhoto-Ersatz auf Windows.

Schöner wäre allerdings eine richtige Unterstützung von XMPP


14
Dez 05

Google jetzt auch mit Widgets

Google bietet für die persönliche Startseite jetzt neben Feed- und Gmail-Integration auch sog. Module an.

Mit den Homepage APIs lassen sich kleine Plug-Ins schreiben und auf der eigenen Startseite integrieren. Quasi Widgets fürs Web. Die Auswahl ist allerdings noch eher mau.


20
Jun 04

Gmail-Einladungen?

Wer möchte noch an der Gmail-Beta teilnehmen? Habe noch Einladungen frei. Einfach mailen


9
Jun 04

Erster …

… bei Google. Zumindest zu solch grandiosen Suchanfragen wie Digital Paranoia, MaMaHuHu, Denkfragment, WLAN-Zellen und Schmintego. Letzteres sogar vorm fscklog!).

Viel Spaß damit. Übrigens sind jetzt (fast) alle Einträge konform mit den Vorstellungen der Herren vom Internetstandarderfindungskonsortium und UTF-8 codiert.


1
Jun 04

Gmail für Mobiles

Die Gadget-Seite engadget.com hat bei Gmail nachgefragt und prompt Antwort erhalten: Automatische Weiterleitung an andere Mail-Adressen, eine Plain-HTML-Ansicht (welche für mobile Geräte geeignet wäre), sowie eine Im- und Exportfunktion für Kontakte, das sind die kommenden Features.

Zur Zeit ist Googles kostenloser 1 Gigabyte-Maildienst noch im Beta-Test. Wann der offizielle Start sein wird, steht noch nicht fest.


3
Mai 04

heute schon Gmailt?

Gmail will Herrscher aller meiner Mails werden. Es gibt keine Weiterleitungsfunktion, keine Catch-All-Möglichkeit, um andere Mailboxen einzusammeln und keine POP3/IMAP-Zugänge. Das macht zunächst nicht viel Lust auf Gmail. Verfügt man doch als Netzbürger über eine ganze Reihe von Mail-Adressen, alle sorgsam ineinander verschachtelt und weitergeleitet, spamgefiltert und notified, so dass auch nicht die kleinste Nachricht verloren gehen kann. Zusätzlich dazu noch einen ganzen Satz beruflicher Mail-Adressen, die ebenfalls geschickt arrangiert Parade stehen. Daneben stellt sich nun Googles neuer Maildienst und sagt: »Ich will auch.«. Grund genug, sich einmal anzuschauen, warum man Gmail nutzen sollte.

Gmail RechtschreibhilfeDie Oberfläche des Webinterfaces kommt – wie man es von Google gewohnt ist, erfreulich schlicht und übersichtlich daher. Nach einigen Klicks merkt man jedoch, dass dies kein gewöhnliches Webmail-Interface ist. Mit Gmail setzt Google ganz eindeutig Maßstäbe für DHTML- und Javascript-Zauberer. Gesprächsverläufe lassen sich – ohne Neuladen der Seite – ausrollen oder komprimieren, Antwort-Felder klappen dezent auf, Optionen lassen sich fließend ein- und ausblenden und sogar ein Kontextmenü für die Rechtschreibprüfung klappt auf – wie von Apple Mail gewohnt. Praktisch und bisher noch nirgendwo entdeckt: Tastatur-Shortcuts: die wichtigsten Befehle, wie z. B. »Compose Mail« lassen sich per Tastendruck, z. B. »C« aufrufen.

Tastatur Shortcuts

Alle vorbenannten Funktionen sind nicht plattformabhängig, sondern funktionieren auf Windows, Linux, oder Mac mit mind. IE 5.5, Mozilla 1.4 oder Netscape 7.1. Obwohl in der Gmail-Hilfe Safari nicht genannt wird, sind alle Funktionen ohne gravierende Fehler mit Safari 1.2 nutzbar, wenn man die Browserwarnung einmalig ignoriert.

Das besondere an Gmail – ist lt. Google – die neuartige Darstellung der Mails nach Gesprächsverläufen, sog. »Threads«. Anwender von Apples Mail 1.3 kennen diese Funktion bereits: zusammengehörige Nachrichten werden komprimiert dargestellt. In Gmail erscheint hinter der Betreffzeile und einem Snippet in Klammern die Anzahl der Nachrichten dieses Threads. Öffnet man einen Thread, lassen sich die einzelnen Nachrichten per Mausklick ausrollen oder komprimiert anzeigen. Der Vorteil von Gmail ggü. Apples Mail ist, dass Gmail Nachrichten aus allen Ordnern, also auch gesendete Nachrichten, in die Übersicht einbezieht, während Apple Mail standardmäßig nur die eingegangen Nachrichten in einem
Thread darstellt.

Gesprächsverlauf

Gmail-OrdnerGmail verwaltet Mails nur noch in einer rudimentären Ordnerstruktur: »Inbox«, »Starred«, »Sent«,
»All«, »Spam« und »Trash«, neue Ordner kann man nicht anlegen. Möchte man Ordnung in die – immerhin bis zu 1 GByte großes – Mailbox bringen, kann man sog. »Label« anbringen. Der Vorteil dieser Label ist, dass eine Nachricht nicht nur ein Label, sondern mehrere besitzen kann (z. B. »Kunden«, »Elbewerk.com«, »Lustiges«, etc.). Anders als bei Ordnern muss man eine
Mail nicht duplizieren, um sie verschiedenen Kategorien zuzuordnen.

Gmail-Action-MenüEine neue Nachricht wird in Gmail – sofern man keine
entsprechenden Filter eingerichtet hat – ganz normal in der Inbox angezeigt. Mittels eines Aktions-Menüs lässt sich diese Mail dann – nach dem Lesen – nicht nur archivieren, sondern auch als Spam markieren, in den Papierkorb verschieben, als Gelesen bzw. Ungelesen markieren und mit einem Sternchen versehen. Letzere Funktion gibt es bei Apple Mail nicht: eine Mail markieren, um sie später leicht wiederzufinden. Gmail bietet dafür einen
kleinen Stern an, den man pro Mail ein- oder ausknipsen kann. Besternte Mails liegen automatisch im Ordner »Starred«. Ist die Inbox leer, erlaubt sich Gmail auf die Google News zu verlinken, falls man nichts anderes zu lesen hat:

Nix zu lesen - ab zu den News

Die Nachrichten, die als Spam gemeldet werden, verwendet Google offensichtlich zum Trainieren eines eigenen Spam-Filters. 150 Spam-Mails, die ich zum Testen an dem Gmail-Account geschickt
hatte, wurden nicht als solche erkannt, sondern landeten in der Inbox. Entweder waren meine Mails zu »europäisch« oder der Filter ist noch nicht vollständig implementiert.

Sehr angenehm – wenn auch von Apple Mail bekannt – ist die Auto-Vervollständigen-Funktion in den Adressfeldern beim Verfassen einer neuen Mail. Gmail speichert zudem alle verwendeten
Mailadressen gleich in das Adressbuch ab – das beugt plötzlichem Gedächnisverlust vor.

Gmail-WerbungFazit: Die Google-Werbe-Bots durchgrasen
die eingegangenen Mails und erstellen ein Kundenprofil des Anwenders. Entsprechende Werbung wird als Text-Block am rechten Rand eingeblendet. Man sollte sich darüber im Klaren sein,
dass bei der Fülle des Speicherplatzes das Kundenprofil u. U. sehr präzise sein kann. Wer sich daran nicht stört und auch nicht in den Klagegesang der Datenschutzbeauftragten einstimmen will, der bekommt mit Gmail einen übersichtlichen Webmail-Dienst. Gmail ist interessant für Anwender, die in vielen Maillisten eingeschrieben sind.
Der scheinbar unbegrenzte Mailspeicherplatz sollte reichen, sämltliche Newsletter der nächsten Jahrzehnte zu archivieren. Mithilfe der Thread-Darstellung ist die Übersichtlichkeit, gerade bei großen Mailverteilern gewährleistet. Dass sich die Mails mit dem gewohnten Google-Syntax durchsuchen lassen, braucht hier wohl nicht erwähnt zu werden. Anwender, die ausschließlich Webmail verwenden, sei Gmail – wenn es dann für den öffentlichen Zugriff freigegeben wird – wärmstens ans Herz gelegt. Die Übersichtlichkeit und die Funktionen, die hier kostenlos geboten werden, bietet manch kommerzieller Mail-Client nicht. Ein Ersatz für meine bisherige Mailadressen wird Gmail aber definitiv nicht sein.