Es ist die Frage, die jenen Reisenden zwischen den Welten Cupertino und Redmond immer wieder am Herzen liegt: Welches Desktop-Betriebssystem ist denn nun das bessere? Windows XP oder Mac OS X? Der Backoffice-Bereich wird weltweit von wehenden Fähnchen dominiert – oftmals jedoch zur Kasteiung der Dinosaurier-Admins, die viele Gadgets und Funktionen ihrer Mainframes und *NIX-Systeme schmerzlich vermissen. Für diese Wunden könnte OS X mit seinem BSD-Kern ein Pflaster sein, doch Apples Managebarkeit für Netze größer 50 User wird nicht nur von der Wintel-Fraktion Infrage gestellt.
Nun denn, was aber immer wieder ins Zentrum der Polarisierung gerückt wird, ist die Frage nach dem Vorderende, dem GUI, dem Style und Stolz des Desktops. Eine klare Entscheidung zu fällen wäre Utopie. Während die beapfelte Fraktion verklärt WYSIWYWL (What you see is what you wanna lick) propagiert, verweisen die Fähnriche auf quasi Industriestandards. Letzteres gerät durch XP’s Bonschen-Look&Feel allerdings eher zu einem zweitrangigen Argumentationsgewicht.
Dan Pouliot, Macher der Seite X vs. XP widtmet sich scheinbar ständig (“updated all the time”) diesem Themenkreis und hat mit einem Final Score nun den Sieger seines versucht objektiven Vergleichs ernannt: OS X. War klar? Nicht wirklich. Über viele unterschiedliche Aspekte, z. B. Navigierbarkeit per Tastatur, Festplattendefragmentierung, erscheit das Urteil in der Tat objektiv. Auf jeden Fall popelt es nicht in den Kerben herum, die durch Apples Marketing bereits geschlagen wurden.
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