Archiv aus der Kategorie brand eins


5
Sep 09

brand eins über Twitter

»Kommunikationsexpertin« Sabria David (@metablum) erkundet Twitter im Selbstversuch, schreibt einen schönen Erklärbär-Artikel in der aktuellen brand eins und stellt ihn schließlich auf Drängen des Twitterversums vorzeitig im Volltext online:

Bei einer Konferenz im vergangenen Jahr hatte ich meine erste Begegnung mit Twitter und merkte: Es macht denen, die es tun, Spaß. Und sie können es mir nicht erklären.

Ein wenig später dann:

Die mögliche Summe an klugen Diskursen ist ebenso groß wie die an Belanglosigkeiten. Das liegt daran, dass Informationen nicht per se wertvoll oder wertlos sind. Es kommt immer darauf an, auf wen sie treffen.

Sehr nett. Hier weiterlesen.

brand eins haben übrigens gerelauncht. Oder besser: geremaked. Sehr dezent, der alten schlichten Linie treu geblieben. Für mich neu und sehr lesenswert: Wie wir wurden was wir sind. Spannend.


24
Jul 09

MacBook Pro stellt auf Sparbirne um

Zugegebenermaßen bin ich bei der ganzen Diskussion über das Verbot der konventionellen Sparbirnen in der EU ein wenig skeptisch. Wer sich dazu noch schlaulesen möchte, dem sei dieser Artikel aus der brand eins 7/2009 empfohlen.

090722_syspref_bulb

Mit irgendeinem der letzten OS-X-Updates folgt Apple dem Glühbirnenverbot scheinbar auch grafisch und tauschte die alte Glühbirne der »Energie sparen«-Einstellungen gegen eine Sparspindel. (Vorher-Nachher-Bild)

Auf meinem MacBook Pro (Late 2006) zeigt sich das neue Icon allerdings erst jetzt. Grund ist vermutlich ein frischer Akku nebst PRAM- und SMC-Reset.


16
Jan 09

Die Sache mit dem Glück(lich sein)

Wahrscheinlich war ich unterwegs nach Berlin, als ich im Zug die brand eins 12/08 am Wickel hatte. Eventuell erinnert sich der ein oder andere Bahnreisende an mich. Ich war der, der in unregelmäßigen Intervallen vor sich hin gekichert hat. Und in dem Heft rumkritzelte, dass er offenbar las. Grund war dieser Artikel, der jetzt im brand eins Archiv im Volltext und als PDF verfübgar ist.

Zitat:

Es gibt Tage, an denen wird einem schlagartig klar, dass die gesamte Glücksenergie dieses Planeten von einigen wenigen Deppen abgesaugt wird. Das Allerschlimmste daran ist, dass diese Trottel gar nicht bemerken, wie gut es ihnen geht – und wie schlecht unsereinem. Stimmt doch!

Und:

Das Gegenteil von Glück ist nicht Unglück, sondern Langeweile.

Lesebefehl. Macht gute Laune. Und vielleicht sogar glücklich.


14
Feb 08

brand eins entzaubert Moleskine

Jedem Moleskine-Käufer fällt sie in die Hände: die Geschichte des legendären Notizbuches, in dem schon berühmte Denker und Künstler wie Hemmingway, Picasso, Oscar Wilde und Sartre ihre Ideen und Notizen verzeichneten. Diese wunderbaren, einzigartigen Bücher würde es nicht mehr geben, wenn nicht der Hersteller Modo & Modo die alte Tradition der schwarzen Notizhefte Ende der 90er Jahre fortgesetzt hätte.
Die brand eins seziert dieses Mysterium in der aktuellen Ausgabe 02 Februar 2008 als geschicktes Storytelling Marketing. Die Papeterie in der Rue de L’Ancienne Comédie, das »carnet moleskine«: alles Details aus dem Roman Traumpfade von Bruce Chatwin, keine historisch belegbaren Fakten. brand eins dazu:

Die Botschaft ist eindeutig: Moleskine ist der selbstlose Partner der Kreativen. Wer eins der Notizbücher kauft, erwirbt nicht nur einen Ort für seine Notizen, sondern wird dadurch selbst zum Kreativen. Verständlich auch, dass die Moleskine-Hefte nicht preiswert sein können. Schließlich überträgt sich der hohe Preis auf die Bedeutung der Gedanken, die sein Besitzer einträgt. Und so auf den Besitzer selbst.

Der kleine Lieferant, das Familienunternehmen aus Tours, welches keine neuen Notizbücher mehr erhielt – suggeriert kleinteilige Liebe zur Traditionsunternehmen. Heute werden die Bücher in großen Fabriken in der Volksrepublik China gedruckt.

brand eins verschweigt allerdings auch nicht, dass diese »Enthüllungen« kalter Kaffee sind: die Diskussion darüber im Netz ist längst durch. Wer kauft also noch ein leeres, kleines Schreibheft für zwölf Euro?
Es sind in der Tat die Kreativen, die Kunden, die ihr Notizbuch lieben, die Künstler, die aus den leeren Seiten auf Bahnfahrten wahre Kunstwerke entstehen lassen. Die digitale Bohème, die in ihren Moleskines die Geschäftsideen für die Wissensgesellschaft skizzieren und die Dichter, die es in einer Hochgeschwindigkeitszeit schaffen, einen kostbaren Augenblick zwischen zwei schwarzen Buchdeckeln einzufangen.

Am Ende des Tages schließen sie das Buch mit dem Gummiband und werden lächelnd die nächste Moleskine kaufen, um ihre wertvollen Ideen angemessen festzuhalten. So wie auch ich.


5
Jun 04

brand eins über iPod

brand eins Titelblatt

Das Wirtschaftsmagazin brand eins schreibt in seiner aktuellen Ausgabe über die zunehmende Konvergenz von Elektronikgeräten und die damit einhergehende Überforderung der Benutzer:

»So hat der stets zwischen Untergang und Euphorie pendelnde kalifornische Computerhersteller Apple sein Ergebnis im vergangenen Jahr verdreifacht, dank eines vernünftigen, nicht konvergenten Geräts namens iPod, einem Abspielgerät für aus dem Internet herunterladbare MP3-Tondateien. Der iPod verfügt im Gegensatz zur großen Masse der Konkurrenz vor allem über menschengerechte Maße und einige wenige zur Bedienung nötige, vor allem aber verstehbare Funktionen. Wer mag, kann das Gerät erweitern, etwa zu einem Rekorder, aber das liegt in der Hand des Benutzers. Konverganz von unten nach oben – dagegen ist nichts einzuwenden.«

Eben, Music stupid.