07
Jan 13

Smarte Steckdose von AVM

FRITZ!DECT 200 im Karton

FRITZ!DECT 200 im Karton

FRITZ!DECT 200, so heißt die Steckdose, die es als FritzBox-Zubehör ganz frisch von AVM gibt. Wie der Name schon verrät, lässt sich diese Steckdose per DECT steuern und ist damit Teil des Heimautomatisierungs-Programms »Smart Home« der Berliner Firma. Die dickliche Dose beherrscht dabei zwei bescheidene Funktionen: Schalten und Messen.

Eine DECT-fähige FritzBox, in meinem Fall eine FritzBox Fon 7390, zaubert daraus eine interessante Zeitschaltuhr: An- und Ausschalten geht entweder jeden Tag zu bestimmten Zeiten oder mit einem eigenen Schaltmuster für jeden Wochentag. Auch zufällige und rhythmische Schaltungen sind möglich; oder eine einzige, zeitgeplante Schaltung.
Deutlich spannender – und für mich auch Kaufgrund – ist die Schaltung nach Sonnenauf- oder Untergang. Geht die Sonne unter, wird es dunkel. Da wünscht man sich eine Lampe, die das merkt und sich einschaltet. Genau das lässt sich mit dieser Steckdose machen.

Wer es komplexer braucht, kann die Steuerung auch über einen Google-Kalender erledigen lassen, in dem Termineinträge mit dem Betreff »Ein« und »Aus« das Verhalten der Steckdose steuern.
Leider lassen sich die automatischen Schaltvorgänge nicht kombinieren, z. B. täglich bei Sonnenuntergang anschalten und um Mitternacht ausschalten.
Auch gibt es nicht, wie bei der intelligenten Steckdose WeMo-Switch von Belkin (hier ein netter Bericht bei vowe), einen IFTTT-Channel, mit dem sich sämtlich denkbare Inputs zu Schaltereignisse bauen lassen.

Manuell schalten kann man auch: entweder per Taster an der Steckdose. Oder per Browser1. Oder per Fritz!Fon (siehe Bilder). Oder per Android-App.
Leider (noch) nicht schalten oder konfigurieren lässt sich die FritzDECT 200 im Moment per iOS, die MyFritz-App ist aber angekündigt und soll wohl bald eintrudeln.

Sehr praktisch finde ich, dass die Steckdose den Stromverbrauch der angeschlossenen Geräte misst. Und das sogar mit Historie, wenn man will auch regelmäßig als E-Mail-Report. Da sich Geräte bis 2.300 W / 10 A anschließen lassen, sind Langzeit-Analysen von Kühlschränken, Waschmaschinen & anderen stromhungrigen Großgeräten machbar. Hinterlegt man seinen aktuellen Strompreis, rechnet die FritzBox auch gleich die laufenden Kosten aus.

Ich habe hier eine Handvoll Fotos und Screenshots, die einen Überblick der Optionen geben:


Gemessen an einer konventionellen Zeitschaltuhr ist der Preis mit rund 50 € vertretbar. Allerdings kann es schnell teurer werden, wenn einem gleich noch weitere Einsatzzwecke für die Dose einfallen ;)

P.S.: Als nächstes wünsche ich mir von AVM übrigens einen Aktor für Heizungsthermostaten. Und: Unterputz-Lichtschalter.



  1. im lokalen Netz, per VPN oder mit AVMs Cloud-Service MyFritz