Totgesagte leben länger. Das Magazin Tomorrow rangierte – bei seinem letzten Versuch – für mich irgendwo zwischen Bravo und ComputerBILD.
Nun liegt der neue Versuch vor mir, quasi Tomorrow 2. »Best of digital life«. Kommt aus dem Hause FOKUS, wie sich unschwer an den vielen Bildern erkennen lässt.
Und aus Berlin. Das Vorwort heißt schick »Login« und ist überhaupt nicht lustig, obwohl es das wohl sein möchte.
Die thematische Bandbreite der redaktionellen Beiträge reicht von erotischen Podcasts (sex sells) über Klimawandel-Webseiten und »Was sind Feedreader« bis zu Datenmissbrauch, bleiben inhaltlich aber eher dünn.
Interessant gemacht sind die meisten Webseiten-Reviews, da stecken viele gute Links drin, die ich mir gleich angucken möchte. Zum Beispiel diese Seite zum Thema Netzkunst von C. J. Yeh, die aus meinen persönlichen Daten ein individuelles Bild im Stil des berühmten Malers Piet Mondrian generiert. Ein paar Links kommen praktisch als abtippfreundliche tinyurl.
Digitale Gadgets dominieren beim Durchblättern: PSP, Kameras, iPod-Accessoires, Telefone, Navis, EeePC, etc. Am Besten finde ich den Wifi Pen Hotspot Finder, der per LED auf verfügbare WLANs aufmerksam macht (vielleicht gibts den auf der CeBIT irgendwo als Werbegeschenk?). Kleinere Fehler findet man auch: so ist der Artikel zum MacBook Air mit einem »normalen« MacBook bebildert.
Den gelungenen Abschluss findet Tomorrow in »letzen Worten« von und mit Sasha Lobo. Fazit: Für 1,- € ganz okay. Kann man mal probieren. Tut auch nicht weh, solange man sich nicht auf die Webseite wagt. Mal sehen, wie sich die nächsten Ausgaben so entwickelt. Ein Konr@d ist es aber noch lange nicht. Aber wer erinnert sich schon noch daran.

Also in meiner TOMORROW ist ein MBA beim MBA-Artikel abgebildet.
Dafür fällt mein Fazit bei weitem nicht so positiv aus:
http://chyrp.slovig.de/2008/02/25/tomorrow—von-vorgestern-fur-gestern/
Und wegen Konrad: _Ich_ erinnere mich daran. Spätestens jedes Mal, wenn ich vor dem Zeitschriftenregal stehe und am liebsten einen Heulkrampf bekommen möchte, wenn ich sehe, welchen Schund man heutzutage bekommt.
@Matt: das MBA ist im Titel, aber nicht über der Spalte von Thomas J. Weiss, der ja über sein MBA berichtet.
Was Konr@d betrifft bin ich echt froh, dass ich alle Ausgaben aufgehoben habe. Und dass ich den Stern seit der Einstellung dieses Magazins boykottiere.
Ja, aber da steht doch: Er hat zurzeit: Apple MacBook.
Konrad hab ich auch noch alle, den Stern aber weder vorher noch nachher gelesen. Ich hatte ja irgendwie gehofft, Technology Review würde rankommen, aber auch das ist meilenweit entfernt…
@Matt: ah! Jetzt kapier ich das. Stimmt.
Lustig, TR war auch mein Hoffnungsträger. Hat aber erklärtermaßen eine andere Zielgruppe als Konr@d.
“Blessed are the cheesemakers!”
Oder auch jeder andere der noch weiss was Zeitungen dieses Formats sind. Ich kenn Konr@d leider nicht, aber ich kann nachvollziehen wie euch zu mute ist. Vor ca. 15 Jahren gab es mal eine Zeitung die ich damals geliebt habe, noch nicht so wissend wie heute, aber auch ohne Internet und gewissen “Verlängerungspillen”.
http://de.wikipedia.org/wiki/Magic_Disk_64
Hach, das waren noch Zeiten.
Konr@d war genial! Ein Hammer-Magazin und auch ich war zutiefst betrübt, dass das eingestellt wurde.
In der Tat war es damals ein Mac/Apple-Artikel im Konr@d, der mein Interesse an richtigen Computern geweckt hat.
ja, ’98 hatte apple auch schöne ganzseitige anzeigen im konr@d geschaltet, damals lief gerade die think different kampagne, wenn ich mich nicht irre.
und in dem internet-café um die ecke in hannover stand ein bondi blauer imac.