19
Jan 12

Hallo aus dem Uberspace

Ja, hoppla! Falls es hier gerade gewackelt hat: domanske.de ist soeben im Uberspace gelandet. Nach fast dreizehn Jahren bei 1&1 war die Zeit reif für einen sympatischeren neuen Provider: Uberspace, nämlich.
Jabber habe ich noch nicht wieder am Start, kommt später.

Sollte es sonst irgendwo knirschen oder klemmen, gib mir ‘nen Hinweis, sicherheitshalber über Twitter.
Danke.

Achso: Uberspace in wenigen Stichpunkten: Shared Hosting, 10GB HDD, 100 GB Traffic, SSH (!), SFTP, Cronjobs (!), Perl, Python, PHP (mit eigener PHP.ini), Ruby, node.js, Gnu-Compiler, CVS, beliebig viele MySQL-Datenbanken, SQLite, MongoDB, CouchDB, netqmail, Roundcube, maildrop, ezmlm-idx und noch mehr.
Den Preis für dieses unglaublich gut ausgestattete Paket darf bei Uberspace jeder Kunde selbst festlegen; lediglich 50 ct pro Domain und Monat sind fix.
Und da diese Jungs von Uberspace auch des Nächtens auf Tweets oder Mails antworten (und ihre Kosten recht transparent darstellen), kommt man gar nicht auf die Idee, am falschen Ende zu sparen.

An dieser Stelle herzlichen Dank an den tollen Support beim Umzug an das Ubernauten-Team, das war persönlich, kompetent und unglaublich engagiert. ❤!

Für alle, die einen guten Hoster mit mit SSH und Cronjobs suchen, guckt euch mal Uberspace an.


15
Jan 12

Januarsonntag

Januarsonntag


12
Jan 12

Konzept: BRAUN iPod-Lautsprecher

Braun Lautsprecher Konzept von Tim Wieland

Mit dem Design seines Produktsortiments gewinnt BRAUN derzeit wahrlich keine Preise. Sollte der Konzern jemals das ästhetische Erbe von Dieter Rams antreten wollen, wäre dieses wunderschöne Designkonzept von Tim Wieland ein adäquater Ansatz. (via @steffenn)


07
Jan 12

Blog Blog But Different.

Anfang der 2000er las ich in der De:Bug das erste Mal etwas über den Onlinedienst »Blogger« von Pyra Labs. Was ein Blog sein sollte, war mir damals völlig egal. Aber ein einfaches CMS für meine Homepage – das fand ich interessant.

Dann ist einige Jahre lang eine ganze Menge passiert, auch mit Blogs und so, das kann ich unmöglich alles in diesen Artikel reinstopfen. Deswegen springe ich gleich ins Jahr 2012.

Viele der sogenannten Blogs empfinde ich mittlerweile entweder als seelenlose Krachmacher á la Tumblr oder als SEO-optimierte Brüll-Seiten, die sich mit Werbung (auf allen Ebenen) tapeziert haben.

Die Seiten, die nicht in diese beide Kategorien passen, lese ich immer noch gerne. Dort wird ein eigener Stil gepflegt und die Schreibe einiger sympathischer Leute ist zu einer festen Größe in meiner täglichen Informations-Ration geworden.

An einigen Stellen keimt immer wieder die spannende Frage auf, ob und wie man sein Blog seine Seite denn weiter betreiben sollte.

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31
Dez 11

domanske.11

2011 feierte diese Webseite (genauer: diese Domain) ihren zehnten Geburtstag. Nach den turbulenten Zeiten als mittelmäßig populäres Weblog verfolge ich heute einen ruhigen, minimalistischen Ansatz: eher wenige, dafür aber (hoffentlich) gute Posts mit persönlicher Note.
505.527 Besucher (unique visitors) durfte ich dazu im vergangenen Jahr hier begrüßen.

Verlauf der unique visitors

Rückblickend und unter Aspekten der Informations-Diät (mehr dazu auf informationdiet.com) war die Deaktivierung der Kommentar-Funktion im Januar eine gute Idee: das Signal-Rausch-Verhältnis dieser Webseite hat sich seitdem für mich deutlich verbessert und passt bestens zu meinem Anwendungsszenario als Gelegenheits-Schreiber.

Und zum Jahreswechsel spendiere ich hier heute mehr #1DADE7 sowie @fontface-Überschriften mit MISO von Mårten Nettelbladt.
Weiterhin verzichte ich hier konsequent auf Werbebanner, Google AdSense und -Analytics, Social-Media-Plugins oder Tracking-Tools. Das ist mein Beitrag zu Eurem Signal-Rausch-Verhältnis ;-)

Euch allen einen gelungenen Jahresausklang und einen guten Start in 2012!

— Stefan


20
Dez 11

Lesestoffvernichter

Der Amazon Kindle 4

Möglicherweise habe ich es einfach nur zu spät gemerkt und ihr wisst es alle schon lange. Aber der Amazon Kindle ist ein geniales Gerät. Zum Lesen. Nur zum Lesen. Aber dafür sowas von!
Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten Jahren soviel Lesestoff durchgepflügt zu haben, wie in den letzten vier Wochen. So lange habe ich meinen Kindle 4 (ohne Touch) jetzt.
Vorher habe ich auch viel gelesen: iBooks auf dem iPad oder iPhone, Online-Texte und PDFs am Desktop oder Notebook. Aber keins der Geräte ist so ablenkungsfrei, wie der Kindle. Hier kommt keine Mail, kein Tweet, kein Anruf, kein Wasauchimmer dazwischen. Nichtmal die Uhrzeit sieht man, während man liest! Zudem ist das E-Ink-Display ein Augenschmeichler und sorgt nebenbei auch für Frieden im Schlafzimmer (»Mach mal das Flutlicht aus!«). An dieser Stelle erlaube ich mir einen Griff in die Mottenkiste dieses Weblogs und einen Vergleich mit der Simplizität und reduzierten Konvergenz des seinerzeit erfolgreichen iPods.

Auch nett, und unbedingt erwähnenswert: der Kindle macht einen schlanken Fuß Koffer. Neben sämtlichen Büchern – ich tendiere bisweilen zum Parallellesen – stecken in dem kleinen Teil auch meine Später-Lesen-Internet-Funde von Instapaper und die aktuelle Tageszeitung.
Nicht toll lesen lassen sich PDF-Dateien, das ist auf dem kleinen Display recht unpraktisch.
Und natürlich ist das gesamte Geschäftsmodell für E-Books in Deutschland (noch?) ziemlich kaputt. Aber wer gerne mehr Lesen möchte, der sollte sich noch schnell den Kindle auf den Wunschzettel schreiben. Dabei ist der einfache 99-€-Kindle gerade eine gute Wahl, meint Marco Arment.

Achso: der Kindle* ist zum Lesen. Wer natürlich Surfen, Chatten, Youtuben, Fotos gucken und twittern will, sollte sich ein Tablet angucken. Keinen E-Book-Reader. Nur um Mißverständnisse zu vermeiden ;)


*Affiliate-Link: Wer über diesen Link einkauft, unterstützt meine Arbeit an dieser Seite. ♥


17
Nov 11

Texte schöner online lesen

Zwei frische Tools, um auf schlecht lesbaren Webseiten den Text in den Mittelpunkt zu stellen. Kleine Schriften, viel Werbung oder auf mehrere Seiten aufgeteilte Artikel (was ja angeblich in der Statistik besser aussehen soll) werden einfach ausgeblendet.

Evernote Clearly

Das Plugin für Chrome (mit einem niedlichen Luxo Jr.-Icon) funktioniert ohne Registrierung und kommt sehr leichtfüßig und minimalistisch daher. Man muss kein Evernote-User sein und ich würde mir wünschen, dass es Clearly auch als Firefox-Plugin gibt. Update 23.12.2011: Gibt’s, und zwar hier.

Cleary von Evernote

Readability

Kann mehr – nämlich wie Instapaper den Lesestoff für später speichern, an iGeräte und Kindles pumpen. Das Firefox-Plugin macht aber auch auf Knopfdruck unordentliche Seiten schick lesbar. Readability ist seit gestern (wieder) gegen Registrierung kostenlos nutzbar.

Readability ist (wieder) kostenlos

Reader-Mode auf Safari

Der Vollständigkeit halber: Safari beherrscht seit Version 5 einen komfortablen Reader-Modus, ähnlich Evernote Cleary, der auf dem selben Code wie Readability basiert.

Safari hat einen Lesemodus serienmäßig

Netzwertig hat übrigens alle hier genannten Dienste, außer Safari, heute ausführlich verglichen.


10
Nov 11

Warum Siri nicht auf ältere Geräte kommt

Seit klar ist, dass für Siri kein dedizierter Chip im iPhone 4S benötigt wird, ist auch klar, dass es grundsätzlich auf jedem aktuellen iOS-Gerät funktioniert.
Entsprechende Hacks belegen das. Kritische Stimmen vermuten seitdem in Siri ein Verkaufsargument für das iPhone 4S. Die aktuelle, offensichtlich per Mail bestätigte Absage an eine Portierung trägt eine neue Welle der Enttäuschung durch das Netz.

Ein entscheidender Aspekt wird dabei aus meiner Sicht außer Acht gelassen:

Siri ist kein App.
Siri auf dem iPhone ist nur der Siri-Client.
Damit die Sprachsteuerung funktioniert, betreibt Apple ein entsprechendes Server-Array, welches die eigentliche Rechenarbeit erbringt.

Ich kann nur spekulieren, wieviel Rechenpower tatsächlich erforderlich ist, damit Siri funktioniert. Aber alleine die 4 Millionen »Siri-Clients«, die Apple am ersten Wochenende verkauft hat, benötigen – in anderen Server-Maßstäben – eine ziemlich große Menge Blech, Strom, Klima und Loadbalancing. Und da fällt derzeit auch noch mal was aus: nicht nur der Leistungsumfang von Siri, auch der Serverpark ist vermutlich noch »Beta«.

Das widerspricht natürlich überhaupt nicht den Gerüchten, Apple würde intern Siri auch auf anderen Geräten, als dem 4S, testen. Man kann wohl davon ausgehen, dass in den Entwicklungslaboren von Apple auch schon MacBooks, iMacs und AppleTVs mit Siri bestückt getestet werden.
Die Menge an Servern aber, die derzeit für einen vollständigen Rollout auf alle Siri-fähigen iOS-Devices, erforderlich wäre, lässt sich für Apple nicht abbilden. Weder technisch, noch wirtschaftlich. Wir sprechen hier von potentiell bis zu 250 Millionen Geräten.

Deshalb – so meine These – verbaut Apple Siri nur mit neuen Geräten, deren Verkaufspreis dann auch die kalkulatorischen Kosten für das wachsende Serverbackend berücksichtigt.


05
Nov 11

Murmuration

Murmuration

A collection of starlings is called a Murmuration.


15
Okt 11

Zwei Tage mit Siri

Siri – der elektronische Assistent im Telefon

Siri – der elektronische Assistent im Telefon

Bereits als Kind faszinierte mich »Helferlein«, der kleine Roboter mit künstlicher Intelligenz des Entenhausener Erfinders Daniel Düsentrieb. Mit Siri – so verspricht Apple – steckt so ein digitaler Assistent jetzt in jedem neuen iPhone, vollständig sprachgesteuert und in allen Belangen meines Alltags stets zu Diensten. Nach zwei Tagen Rumspielen Testen mit Siri ziehe ich ein kurzes Zwischenfazit: es funktioniert. Zumindest meistens. Und es macht Spaß.

Da die deutsche Siri auf weniger Datenquellen zugreift als ihre englische Schwester, fehlen ihr einige Fähigkeiten: Sie kann nicht rechnen, guckt nicht in die Wikipedia, kennt keine Restaurants oder andere Orte in der Nähe. Hier darf man auf Nachbesserungen hoffen, denn offiziell trägt Siri ja noch ein »Beta«-Etikett.

Siri versteht einen am Besten, wenn es einigermaßen ruhig ist. Im Auto und in der Fußgängerzone war es okay, mit lautstark spielenden Kindern im Zimmer nicht.
Alles rund ums Wetter macht echt Spaß, Varianten wie »Wie warm ist es Sonntag in Berlin?« oder »Gibt es heute nacht Frost?« funktionieren großartig. Auch kontaktbezogene Fragen, wie »Wann hat mein Vater Geburtstag?«, gefolgt von »Wo wohnt er?« und »Ruf ihn an!« werden exakt so pariert, wie in dem aufpolierten Demo-Video aus Cupertino.

Der Zugriff auf den Kalender klappt allerdings nur manchmal. Die Frage »Wann habe ich meinen nächsten Friseurtermin?« wird tadellos erkannt, mündet aber nur gefühlt jedes fünfte Mal in der korrekten Antwort »Am 20. Oktober um 13:30 Uhr«. Meistens antwortet Siri, dass ich keinen Termin an diesem Ort hätte oder keine entsprechenden Termine in meinem Kalender sind.
Auch das Verschieben von Terminen ist mir nicht gelungen. Zwar verstand Siri genau meine Eingaben, aber schob den Termin z. B. statt einer Stunde gleich einen Tag nach hinten. Da könnte eventuell ein Bug im Zusammenhang mit Zeitzonen, A.M / P.M. oder so dahinterstecken. Denn auch von Siri verschickte SMS werden beim Empfänger als vor Stunden abgeschickt angezeigt. Sonst klappte das übrigens ganz hervorragend: »Schick meiner Frau eine SMS, ich fahre jetzt los«.

Musik hingegen lässt sich nur schwer aktivieren. Meine Wünsche »Ich möchte was von Muse hören« oder »Spiel mir Anna Ternheim« hinterließen Siri recht ratlos. »Beatles«, oder Genres, wie »Jazz« oder »Rock«, hingegen wurden prompt gespielt.

Insgesamt scheint bei Siri zwischendurch immer mal wieder etwas zu klemmen. Vielleicht ist das Backend oder irgendwas auf den Siri-Servern auch einfach überlastet. Charmant wäre es aus meiner Sicht, wenn Siri hier ein wenig mehr Charakter zeigen würde. Beispielsweise über Unwohlsein, Kopfschmerzen oder Schwindel klagen würde. Denn auch sonst ist das Programm ganz schlagfertig und liefert gerne pointierte Antworten. Beispiel: »Was ist der Sinn des Lebens?« Siri: »Über Fragen wie diese nachzudenken.«

Zusammenfassend: Wer die Erfahrung gemacht hat, wie schnell man sich an die (kapazitativen) Touchscreens der iGeräte von Apple gewöhnt hat, der wird feststellen, dass man das »Prinzip Siri« schneller verinnerlicht, als einem lieb ist.
Schon nach wenigen Stunden frage ich mich, warum ich meinem Auto, meiner Espresso-Maschine und meinem iMac eigentlich noch keine Sprachbefehle geben kann.
Ohne Orakel spielen zu wollen: Siri ist nicht nur ein Feature vom iPhone 4S; sprachgesteuerte Assistenten werden das nächste große Ding. Jede Wette.
Und Apple hat mit Siri gerade auf den Startknopf gedrückt.