13
Mai 12

Wer glotzt denn noch TV?

Diese Frage fragt für die Talksendung SWRdirekt der SWR. Wer mag, kann sich dort äußern, ich tue das aus meiner Sicht hier.

Jetzt wäre es eigentlich mal wieder soweit: es ist Sonntag und um 20:15 Uhr kommt Tatort.
Das ist quasi Wochenend-end-ritual: die Kinder stecken im Bett und ich verfolge mit meiner Liebsten die mehr oder weniger spannenden Ermittlungen von der Couch aus.
Und, ganz ehrlich: das war’s auch schon. Etwas anderes schaue ich nicht. Gar nicht. Kein Fernsehen.
An Gelegenheit würde es mir nicht mangeln: Fernseher stehen bei uns im Wohnzimmer, im Schlafzimmer und — dank des Vorbesitzers — auch in der Küche.

Vor zehn Jahren ungefähr, da habe ich morgens noch gerne Frühstücksfernsehen und abends die Nachrichten geschaut. Um auf dem Laufenden zu sein, zu wissen, was halt so los ist.
Diesen Bedarf übererfüllt das Netz heute für mich. Die Nachrichten, über die das heute-Journal spricht, die haben mich im Laufe des Tages schon per Push-Notification erreicht, ich habe eine Handvoll Tweets dazu gelesen und vielleicht sogar einen eigenen dazu abgesetzt.

Und Fernsehen zu Unterhaltungszwecken? Nein danke. Die Angebote zu normalen Sendezeiten reizen mich rein gar nicht, Talkrunde hier, Castingshow da. Dafür verschenke ich meine Aufmerksamkeit nicht.
Natürlich: da sind tolle Dokus, Konzerte oder momentan spannende Formate, wie Roche und Böhmermann – aber die schaue ich mir in der Mediathek oder auf Youtube an, wenn es mir zeitlich passt. Genauso sieht es mit Filmen oder Serien aus, dafür möchte ich dann auch Zeit haben und mich nicht von der Programmplanung eines Senders fernsteuern lassen. Lieber “on demand” mit Lovefilm, iTunes & Co.

Aber noch einmal zurück zu den Nachrichten: eine Redaktion kann schon eine Erleichterung sein. Während des sog. Arabischen Frühlings habe ich ein paar Tage versucht, mich selbst auf dem Laufenden zu halten (so sah das aus). Das war auf Dauer sehr zeitraubend und anstrengend. Einfach ein paar Mal am Tag Nachrichten gucken, dann hatte ich die gewünschten Infos in ein paar Minuten, schick gegliedert und aufbereitet. Allerdings nicht im TV. Ich habe sie auf dem Smartphone geguckt …

Und jetzt könnte man gleich die nächsten Fragen stellen: Wer liest denn noch Zeitung? Und wer hört noch Radio?

         


29
Apr 12

Der nächste Besenstrich

Heute ein langes, schönes Gespräch mit Lars geführt, unter anderem über Achtsamkeit, Konzentration und Sich-Grenzen-setzen. Dabei wies Lars mich auf dieses wunderbare Zitat von Beppo Straßenkehrer hin:

Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: »Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muß nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.« Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: »Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.«

Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort: »Auf einmal merkt man, daß man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.» Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: »Das ist wichtig.«

— aus: »Momo« von Michael Ende



26
Apr 12

Deep Green: Schach für iOS

Das Innenleben von »Deep Green«

Das Innenleben von »Deep Green«

An Schachspielen für iOS mangelt es wahrlich nicht. Und Deep Green ist weder gerade frisch erschienen noch eine der günstigeren Alternativen.
Außerdem kann ich – mangels profunder Schachkenntnisse – seine Enginequalität nicht abschließend beurteilen.
Ich möchte Deep Green aber dennoch hier erwähnen, weil ich dank dieser App meinen Spaß am Schachspiel wieder entdeckt habe. Das schlichte, aber schöne Spielfeld auf dunkelgrünem Samt lockt mich immer wieder zu einer neuen Partie. Unter anderem auch deswegen, weil ich in den ersten Runden stets nach wenigen Minuten schachmatt war …

Deep Green gibt sich haptisch und akustisch als eine Schachmaschine aus, vielleicht so ähnlich wie der sog. »Schachtürke«: Mit einem Fingerstrich über das Brett dreht es sich um und zeigt das mechanische Innenleben (siehe oben) mit drehenden Zahnrädern. Entsprechende uhrwerk-artige Geräusche macht Deep Green auch, wenn es einen Zug ausführt.
Während eines Spiels kann man sich von Deep Green einen Vorschlag für den nächsten Zug holen, sich den letzten Zug erneut anzeigen lassen und natürlich »Rückgängig« drücken, wenn man feststellt, dass einem die gerade bewegte Figur sofort abgeräumt wird. Der letzte Spielstand wird gespeichert, so dass man jederzeit die Partie verlassen und später fortsetzen kann.
Die Stärke und die Konzentration von Deep Green lassen sich vom hektischen Hasen bis zur durchdachten Schildkröte einstellen.  weiterlesen → 

         


23
Feb 12

hellwach: Dechaotisieren und Besinnen

Frühjahrsputz für innen könnte man das nennen, was mateno Dechaotisieren und Besinnen nennt. Passend zu den sieben Wochen der Fastenzeit werden dort sieben Lebensbereiche aufgegriffen.

Wir wollen uns persönlich hinterfragen, vielleicht sogar ein paar Entscheidungen treffen. Es geht um die herausfordernden Aspekte des täglichen Lebens.
Dinge mit denen wir ständig umgehen, bei denen wir uns aber nicht immer sicher sind, auf der richtigen Spur zu sein:
Konsum, Zeit, Beruf, Engagement, Freundschaft, Weltanschauung, Geschwindigkeit. (…) Im Mittelpunkt steht eine Übung – also eine Anleitung, mit deren Hilfe man sofort loslegen kann, sich zu dechaotisieren, sich anregen zu lassen, sich zu besinnen. Jeder in dem Maße, wie er oder sie es gerne hat.

Seit gestern online, hellwach Übung: #1 Konsum. Die – übrigens sehr schön gestaltete – PDF-Datei legt den Finger in die Wunde meines Konsumverhaltens: eigentlich möchte ich schnell und günstig einkaufen, andererseits ein fairer und nachhaltiger Konsument sein …
Danke für die Anregung, ich bin auf die nächsten Themen gespannt!

Übrigens: Die Leute von Mateno sind übrigens die, die auch hinter dem FROH!-Magazin stecken.



13
Feb 12

Wetter Bildschirmschoner

Weather, City Edition

Ein schlichter Bildschirmschoner mit Wettervorhersage:
The Weather, City Edition.
Gibt es nicht für jede Stadt, aber erfreulicherweise für Lüneburg ;)

(via surfgarden.de)



13
Feb 12

Vespa Seat

Vespa Seat von Bel & Bel, Fotos © by Bel & Bel

Das Spanische Design-Studio Bel & Bel baut schicke Schreibtischstühle aus Original Vespa-Frontschürzen.
Sollen sehr bequem sein. Ich sitze aber lieber »richtig rum« drauf.
(via, Dank an Oli).

      


12
Feb 12

Vier.fm Podcast


Bei deutschsprachigen Technik-Podcasts ist Bits und so aus meiner Sicht eine feste Größe. Wobei »Größe« in diesem Zusammenhang wörtlich zu nehmen ist: da die einzelnen Folgen selten kürzer als zwei Stunden sind, höre ich fast eine Woche lang daran rum.
Etwas kompakter verspricht jetzt VIER zu werden, ein neuer Podcast von Marcel Böttcher und Andreas Danz. Beide könnten euch aus der Technikwürze bekannt vorkommen.
Die Idee: vier Themen pro Sendung, eigene Meinung der Macher inklusive. Die Debüt-Episode (Folge Null) ist bereits hörbar und handliche 20 Minuten lang. Ich bin auf mehr gespannt. Hier die Links zum Podcast

Webseite und Twitter gibt es auch schon.



10
Feb 12

iDevices und die Farbe Weiß

Vergleicht man zum Beispiel einen BlackBerry aus dem Jahr 2003 mit einem aktuellem Gerät, findet man als gemeinsames Design-Element allenfalls die blinkende Leuchtdiode.
Aus Gründen hatte ich in den letzten Tagen gerade meinen iPod der dritten Generation aus dem Jahr 2003 in den Fingern.
Und: ich war selbst erstaunt, wie viel Apple Design von 2003 sich noch im aktuellen iPhone 4S wiederfindet – insbesondere, da es das weiße Modell ist.

»Wir wollen, dass unsere Hightech Produkte auch so aussehen und dafür bekommen sie ein Gehäuse mit klaren Linien. Sie werden kompakt sein, weiß und ansprechend, so wie die Elektronik von Braun. (…)
Wir machen sie hell und rein und so, dass man sie gleich als Hightech-Geräte erkennt, anstelle dieses schweren industriellen Looks, schwarz und immer schwärzer, wie bei Sony.«

— Steve Jobs, Aspen Conference 1983

So, wer der jetzt noch behauptet, das weiße iPhone wäre nur für Mädchen, wird von mir selbstbewusst ignoriert ;)

         


04
Feb 12

Vorgedruckte Papierflieger

Origami-Papierflieger von DJECO: liebevoll illustrierte Flieger mit lustigen Passagieren zum Falten (Affiliate-Link).
Soll angeblich für 7-15-Jährige sein (und kam über diesen Weg als Geschenk in unser Haus), macht aber auch größeren Papierpiloten viel Spaß. Mir, zum Beispiel :)



03
Feb 12

TimeMachine-Zeitplan im Griff

Wenn ich mich richtig erinnere, ist TimeMachine mit OS X 10.7 Lion ziemlich penetrant geworden: kaum habe ich die Backup-Festplatte wieder im Schrank, meckert das Ausrufezeichen in der Menüleiste schon wieder herum:

TimeMachine nörgelt schon nach einer Stunde ohne Festplatte

Offensichtlich möchte Lion jede Stunde ein Backup fahren …
Mit der Freeware TimeMachineEditor kann man dieses Intervall laxer festlegen, ohne per Editor in den Preferences herumzufuhrwerken. Damit verbanne ich das Ausrufezeichen jetzt erstmal für ein paar Tage.

Mehr Info und Download: TimeMachineEditor