15
Mrz 14

Zweirad

Stevens City Flight

Stevens City Flight

Meine Geschichte des Pendelns in kurz: Nach dem täglichen Radfahren kam das Vespa-Intermezzo kam der Kleinwagen.
Nun lockt der Frühling und dazu ein neues Zweirad – dieses mal aber nur für Schönwetter. Ein Fahrrad ohne Schnick und Schnack, keine Scheibenbremsen, kein Nabendynamo, kein Ständer. Reifen, die nicht ohne Grund »Kojak« heißen und acht Gänge in der Nabe. Designed and Engineered in Hamburg.



02
Jan 14

Poche – eigener Später-Lesen-Dienst [Update]

Meine Poche-Testinstallation

Meine Poche-Testinstallation

Update 10.02.2014:
Aufgrund von Überschneidungen mit den Namensrechten von Pocket heißt Poche jetzt Wallabag. Außerdem enthielt die von mir verlinkte Installationsanleitung einen sicherheitstechnischen Schönheitsfehler. Wie sich der reparieren lässt, steht ebenda, eine bessere Installationsanleitung (für Uberspace) hat The Invisible Tower veröffentlicht.

Mit praktischen Diensten wie Instapaper, Pocket oder Readability lassen sich die Perlen aus dem täglichen Informationsstrom zur Seite legen. Gerade längere Artikel lese ich lieber in ablenkungsfreien Apps, auf einem E-Book-Reader und auf der Couch.
Wer so einen Dienst – wann gab es dafür bessere Gründe? – auf seinem eigenen Server/Raspberry/whatever betreiben möchte, kann das jetzt dank des Open-Source-Projektes Poche ([pɔʃ], franz. »Hosentasche«) tun.
Zum Ausprobieren gibt es neben einer Demo-Installation auch die Möglichkeit, Poche gehostet zu nutzen (wobei man dann auch weiter Instapaper & Co. nutzen könnte).
Die Installation auf dem eigenen Webserver ist ebenfalls kein Hindernis, hier z. B. eine gute Anleitung für die Installation bei Uberspace (Sicherheitshinweis beachten oder diesen Weg einschlagen!).
Poche ist noch nicht ganz fertig, daher möchte ich mit diesem Post auch gerne an fähige Leser appellieren, sich für das Projekt zu engagieren.
Bei mir sind zum Beispiel Probleme nach dem Import von Instapaper aufgetreten; außerdem schließt das Bookmarklet nach dem Speichern das Browserfenster. Und ich habe noch keine Idee, wie ich Poche-Artikel automatisch auf meinen Kindle kriege.
Eine passende Android-App gibt es aber bereits hier, eine iOS-App zeichnet sich am Horizont ab, ebenso wie eine API für Drittanbieter-Apps.



01
Jan 14

domanske.13

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Herzlich Willkommen in 2014! Mit 29 Posts habe ich dieses bescheidene Weblog im letzten Jahr fortgesetzt, 391.000 Besucher haben sich darüber hergemacht.
Ich freue mich auf das neue Jahr und wünsche euch eine schöne Zeit, bleibt gesund und mir gewogen ;)

— Stefan



27
Dez 13

Nils Frahm – Spaces

Cover von SPACES

Cover von SPACES

Mit »Spaces« hat Nils Frahm vor einigen Wochen ein neues Album veröffentlicht, das man – oberflächlich betrachtet – als Live-Album bezeichnen könnte. Warum so ein Etikett diesem Album aber in keiner Weise gerecht würde, erkläre ich gleich.
Zunächst zur Musik: Nils Frahm kombiniert auf eine wunderbare und, wie ich finde, auch einzigartige Weise zeitgenössische Klassik mit minimalistischen Elektro-Klängen. Ich habe bereits mehrfach sprachlos diesen Arrangements gelauscht, geträumt, spontan angefangen zu grinsen und mit dem Fuß zu wippen. Auf der einen Seite ein Flügel oder Klavier, im rechten Winkel daneben die Klaviatur eines Synthesizers. Aus beiden Instrumenten entlockt Nils Frahm sphärische Klänge, ineinander verwoben, bisweilen undurchdringlich, ekstatisch, dann wieder aufgeräumt klar und präzise.

Während Screws, Nils Frahms Klaviermeditation, einen einlullt und sich komfortabel zu einem guten Buch oder Gespräch konsumieren lässt, geht das mit Spaces nicht. Zumindest nicht durchgängig.  weiterlesen → 



15
Okt 13

Geometry Daily

Dodecahedron

Dodecahedron

Jeden Tag eine minimalistische geometrische Zeichnung, das war der Vorsatz von Tilman für das Jahr 2012.
Mittlerweile ist eine vielfältige und wunderschöne Sammlung an Bildern in seinem Mikroblog geometrydaily gewachsen. Ich mag besonders den analogen Anschein der Grafiken: die kleinen Fehler, die Litho- oder Papiertexturen im Kontrast zu den exakten Linien.
Dank (limitierter) T-Shirts kann man Tilmanns Bilder auf dem Bauch tragen. Und Dank Kuvva auch als Wallpaper auf seinem Desktop genießen (kostenloser Account zum Download erforderlich)1.



  1. Auf Twitter hat Tilman angekündigt, dass es die Wallpaper in Kürze auch ohne Registrierung außerhalb von Kuvva geben wird



05
Okt 13

Hinter den Kulissen bei der Ur-iPhone Keynote

Eine Batterie von Demo-Geräten, eine eigene Mobilfunkstation im Moscone Center, hermetisch abgeriegelte Räume … vieles davon, wie penibel Steve Jobs seine Keynotes vorbereitet hat, ist legendenbildend überliefert.
Aber was mir durch diesen Artikel der New York Times das erste Mal klar wurde: Steve hat das Gerät ein halbes Jahr vor Verkaufsstart präsentiert. Logischerweise gab es zu diesem Zeitpunkt noch keine Produktionsanlage für die Dinger und nur ein paar hundert Prototypen. Die Software allenfalls Alpha, überall Bugs. Andy Grignon, seinerzeit verantwortlich für die Funkmodule, musste an allen Enden tricksen, um die Keynote gelingen zu lassen:

The software in the iPhone’s Wi-Fi radio was so unstable that Grignon and his team had to extend the phones’ antennas by connecting them to wires running offstage so the wireless signal wouldn’t have to travel as far. And audience members had to be prevented from getting on the frequency being used. “Even if the base station’s ID was hidden” — that is, not showing up when laptops scanned for Wi-Fi signals — “you had 5,000 nerds in the audience,” Grignon says. “They would have figured out how to hack into the signal.” The solution, he says, was to tweak the AirPort software so that it seemed to be operating in Japan instead of the United States. Japanese Wi-Fi uses some frequencies that are not permitted in the U.S.

Nicht nur, dass Jobs seinen Auftritt offenbar fünf Tage lang geprobt hat: mit welcher Durchsetzungskraft und Hingabe hier gearbeitet wurde beeindruckt mich erneut.
Dazu passt auch noch ein Detail des iPhone 5 Designs: Während des Herstellungsprozesses stehen 725 unterschiedlich große Glas-Inlays zur Verfügung. Für jedes Alu-Gehäuse wird auf µm genau das Passende ausgewählt.
Wieviel mehr Präzision kann man in Serienproduktion noch erlangen?

Um nicht zuviel zu verraten: der Artikel endet wunderbar »aus dem Leben gegriffen«, unbedingt lesen (via).

         


04
Okt 13

iPhone Gramophone

iPhone Gramophone

iPhone Gramophone

Sieht aus wie ein Grammophon, funktioniert wie ein Grammophon: iPhone in das Wallnussholz-Dock einstecken und der Lautsprecher-Sound wird durch den Metalltrichter physikalisch verstärkt. Braucht keinen Strom. Außer einem geladenen Akku im iPhone.
Lässt sich käuflich erwerben bei Restoration Hardware (via).



03
Okt 13

Schuhe auf Stromleitungen

»The Mystery of Flying Kicks« auf Vimeo

»The Mystery of Flying Kicks« auf Vimeo

Zusammengebundene Sneaker-Paare, die über Stromleitungen geworfen werden, sind ein faszinierendes Mem auf der ganzen Welt. Es gibt zahlreiche Theorien, was die ursprüngliche Motivation war. Fakt ist, dass es heute mit den unterschiedlichsten Anlässen gemacht wird. Diesen geht diese Dokumentation nach, und das auf eine visuell großartig umgesetzte Weise.

Habe ich mich schon oft über die baumelnden Schuhe gewundert. Vielen Dank für den Link an Johannes Kleske.

      


03
Okt 13

Fotos: korsti.de

korsti.de September 2013

korsti.de September 2013

Ruhige und ausgewogene Aufnahmen zeigt Marcel Korstian auf korsti.de. Die Fotos wirken auf mich alle sehr sorgfältig komponiert, als Betrachter wird man scheinbar als unbemerkter Beobachter in die Szenen gestellt. Farben, Bildaufteilung, Geometrie, Stimmung: ich mag die Bilder.
Interessant finde ich auch die Umsetzung der Seite mit koken, dem schön schlichten CMS für Fotowebseiten.



17
Sep 13

Herbst-Soundtrack: Agnes Obel

Cover von »The Curse«

Cover von »The Curse«

Agnes Obel liefert meinen persönlichen Soundtrack für diesen Herbst: eine bemerkenswerte Symphonie von klaren, akustischen Klängen, strenger Tonalität und melancholischen Balladen.
In dem Album »Philharmonics« lässt die Dänin Referenzen an Chopin und DeBussy anklingen, viele akustische Instrumente bereiten einen warmen Raum voller Atmosphäre.
Heute Abend tritt sie live beim iTunes-Festival auf, offenbar schon mit Songs von »Aventine«, ihrem zweiten Album, dass am 30. September erscheint.
Wer noch etwas Gemütliches zu Tee und Kaminabend sucht, kann es ja mal mit dem Konzertmitschnitt probieren.